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Die Bundesregierung baut auf Deutschlands gegenwĂ€rtige StĂ€rken als Wirtschaftsstandort: Deutsche Unternehmen sind sehr wettbewerbsfĂ€hig und international erfolgreich. Gemessen an den Patentanmeldungen befindet sich Deutschland in der Spitzengruppe fĂŒr technologische Entwicklungen in Europa. Die deutsche Wirtschaft verfĂŒgt ĂŒber ausgezeichnet ausgebildetes Personal. Im internationalen Vergleich ist die Infrastruktur in Deutschland höchst effizient und die Arbeits- beziehungen sind gut. All dies trĂ€gt dazu bei, dass deutsche Unternehmen weltweit zu den fĂŒhrenden Exporteuren zĂ€hlen. Ein wesentlicher Teil des deutschen BIP stammt aus dem Außenhandel. Die Bundes- regierung unterstĂŒtzt die deutsche Exportindustrie, indem sie fĂŒr offene MĂ€rkte und Wettbewerb in ganz Europa sowie weltweit eintritt. KĂŒnftig wird sie ihre Außenhandelsinstrumente noch mehr auf den Sektor der klein- und mittelstĂ€ndischen Unternehmen (KMU) richten.
Der KMU-Sektor ist die HauptsĂ€ule der deutschen Wirtschaft. Die Förderung des Potentials fĂŒr Wachstum und Innovation in klein- und mittelstĂ€ndischen Unternehmen ist daher ein Hauptanliegen der Bundesregierung. Deutschlands Ziel ist es, Unternehmen mehr Raum fĂŒr innovative Produkte, Ideen und Dienstleistungen zu geben. Daher wird die Bundesregierung u.a. die klein- und mittelstĂ€ndischen Unternehmen sowie junge Unternehmen mit einem Kleinunternehmergesetz von bĂŒrokratischen Regelungen befreien und die Bedingungen fĂŒr Kredit- und Beteiligungskapitalfinanzierung mit einer KMU-Initiative verbessern.

Steuerreform in Deutschland

In den vergangenen Jahren wurde das Steuersystem reformiert, die EinkommensteuersĂ€tze wurden in drei Schritten gesenkt. Der Spitzensteuersatz auf persönliche Einkommen ging seit dem Ende der 1990er Jahre von ĂŒber 50 Prozent auf mittlerweile 42 Prozent zurĂŒck. Deutlich verringert wurde auch die fĂŒr Kapitalgesellschaften maßgebliche Körper- schaftsteuer von 45% auf nunmehr derzeit noch 25 %. Das Steuerrecht wurde und wird weiter vereinfacht und die Tarife insbesondere im Unternehmens- steuerbereich abgesenkt. Die Umsatzsteuer belastet Unternehmen nicht, denn sie wird nur vom Endverbraucher eines Produktes oder einer Dienstleistung bezahlt. Der derzeit ĂŒbliche Umsatzsteuersatz liegt mit 16 Prozent deutlich unter dem europĂ€ischen Durchschnitt und selbst nach der ab Anfang 2007 geltenden Erhöhung auf 19 Prozent, wird er sich noch unter dem EU-Durchschnitt bewegen. FĂŒr einige tĂ€glich notwendige Waren und Dienstleistungen wie Lebensmittel oder Zeitungen wird ein ermĂ€ĂŸigter Satz von sieben Prozent erhoben. Verschiedene Leistungen wie Bankdienstleistungen oder gemeinnĂŒtzige Arbeiten sind gĂ€nzlich von der Umsatzsteuer befreit. UrsprĂŒnglich hieß die Steuer Mehrwertsteuer, im Alltagsleben wird sie auch heute noch hĂ€ufig so bezeichnet.

Aktuelle Wirtschaftliche Lage in Deutschland

Mit 2,5 % ist die deutsche Wirtschaft 2006 so krĂ€ftig gewachsen wie seit 2000 nicht mehr. Das ist nicht nur eine gute Grundlage fĂŒr die Fortsetzung des Aufschwungs in diesem Jahr. Auch am Arbeitsmarkt konnte 2006 die Trendwende geschafft werden. Die Zahl der ErwerbstĂ€tigen stieg um 260.000. Im Jahresdurchschnitt sind das 0,7 Prozent, ebenfalls der höchste Wert seit 2000. Alle Wirtschaftsbereiche mit Ausnahme der Land- und Forstwirtschaft tragen zum Wirtschaftswachstum bei. Nach einem jahrelangen AbwĂ€rtstrend gilt das auch fĂŒr das Baugewerbe. Es weist nach dem produzierenden Gewerbe die höchsten Zuwachsraten aus. Beiden Bereichen folgen Handel, Gastgewerbe und Verkehr sowie Finanzierung, Vermietung und Unternehmensdienstleistungen. Auch wenn die zweistelligen Zuwachsraten im Außenhandel (Exporte: 12,4 Prozent, Importe: 12,1 Prozent) beachtlich sind: Anders als in den Vorjahren liefert die Binnenwirtschaft mit 1,7 Prozentpunkten den weitaus grĂ¶ĂŸeren Beitrag zum Wirtschaftswachstum (Außenhandel: 0,7 Prozentpunkte). Die GrĂŒnde: Mit der Erholung am Arbeitsmarkt stieg der Konsum mit 2,0 Prozent merklich. Und die Investitionen in Anlagen und AusrĂŒstungen legten mĂ€chtig zu: die Bruttoanlageinvestitionen so viel wie seit der Wiedervereinigung nicht mehr. Zum ersten Mal seit 2001 wurde mit 2,0 Prozent auch wieder die im Maastrichter Vertrag vorgegebene Grenze fĂŒr das Staatsdefizit eingehalten. Außerdem sanken die LohnstĂŒckkosten erneut, wĂ€hrend die ProduktivitĂ€t deutscher Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer stieg, was zur internationalen KonkurrenzfĂ€higkeit deutscher Produkte beitrĂ€gt. Mit diesem Aufschwung hat Deutschland endlich wieder den Anschluss im internationalen Vergleich gefunden. Das gilt vor allem im Vergleich zu den Vorjahreswerten. Und nach SchĂ€tzungen der EuropĂ€ischen Kommission betrĂ€gt Deutschlands Anteil am Bruttoinlandsprodukt der gesamten Eurozone immerhin 28 Prozent.